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Barrierefreies Wohnen für alle - Planung und Vorbereitung

Barrierefreies Wohnen wird durch die Beachtung der DIN 18025 ermöglicht. Es bedeutet, dass Menschen jeden Alters, Menschen mit individuellen Fähigkeiten, Einschränkungen oder auch Behinderungen weitge­hend selbständig, selbstbestimmt und ohne fremde Hilfe das Gebäude nutzen können.

Vorteil barrierefreier Planung ist es, dass eine Wohnung, das Wohnumfeld, der gesamte Lebensraum so präventiv flexibel gestal­tet werden, dass man darin alt werden kann, dass man auch mit allen Einschränkungen und verringerten oder besonderen Fähigkeiten weiterhin unabhängig bleibt.

Planungsgrundlagen für Wohnungen, in denen Menschen mit individuellen Einschränkungen und Behinde­rungen (ausgenommen Rollstuhlbenutzer) weitgehend von fremder Hilfe unabhängig leben können, sind in DIN 18025 Teil 2 enthalten.

Der besonderer Personenkreis

Zum besonders angesprochenen Personenkreis gehören Blinde und wesentlich Sehbehinderte, Gehörlose und wesentlich Hörgeschädigte, ältere Menschen und Gehbehinderte, Menschen mit sonstigen Behinderungen, Kinder, klein- ­und großwüchsige Menschen. Raumgrößen werden in der Norm nicht vorgeschrieben, sondern für alle Ausstattungs- ­und Einrichtungsteile die jeweils benötigten Bewegungsfreiflächen definiert. Eine Ausnahme bildet ein zusätzlich geforderter Aufenthaltsraum für Menschen mit besonderen Bedürfnissen in einer Größe von 12 m² (alternativ 15 m² Wohnfläche), mit einer Mindestbreite von 270 cm, der auch im Wohnungsbaugesetz und im Wohnungsbaubindungsgesetz veran­kert ist.

Die wichtigsten Grundsätze im Einzelnen, die sowohl beim Neubau als auch bei Modernisierungen zu berücksichtigen sind:

  • Hilfsmittel und Haltegriffe: je nach Bedarf in der erforderlichen Höhe sicher und tragfähig befestigt
  • Wände, Decken und Wohnungseingangstüren mit erhöhtem Schallschutz nach DIN 4109
  • Freisitz (Balkon, Loggia): mind. 4,5 m² groß mit einer Bewegungsfläche von 150 cm x 150 cm, Brüstungen ab 60 cm Höhe durchsichtig
  • Fenster: hindernisfrei zugänglich, keine Schwingflügel, im Erdgeschoss möglichst einbruchhem-mende Ausführung
  • Bodenbeläge: rutschhemmend, fest verlegt, elektrostatisch nicht aufladbar. Materialwechsel können als Orientierungshilfe dienen.
  • Bedienungselemente (z.B. Türdrücker, Schalter, Sanitärarmaturen, Kühlschrank, Fensteröffner usw.): nicht scharfkantig oder versenkt angeordnet, in 85 cm Höhe (seitlicher Abstand von Wänden oder Einrich­tungen: mind. 50 cm)
  • Heizung: ggf. ganzjährige Beheizung vorsehen, Heizkörperventile in einer Höhe von 40 cm bis 85 cm
  • Fernmeldeanlagen: Anschlüsse für Fernsehen und Rundfunk in allen Aufenthaltsräumen, Türöffneranlage in Kombination mit einer Türsprechanlage, Fernsprechanschluss.

Die Elektroinstallation sollte so geplant werden, dass sofort oder später eine komfortable, Energie sparende und bedienerfreundliche Steuerung installiert werden kann, die sich lebensbegleitend den Bewohnern und ihren individuellen Bedürfnissen anpasst. Die Steuerung kann die Betätigung von Beleuchtungs-, Rollladen-, Jalousie- und Heizungsanlage übernehmen und diese auch miteinander verknüpfen. Es sollte die Möglichkeit der Fernbedienung und Fernmeldung von innen und außen gegeben sein. Die moderne Gebäudesystem- technik mit den darin verwendeten Bussystemen bietet diese Möglichkeiten und leistet damit einen wertvollen Beitrag zum barrierefreien Wohnen.

Wohnungen für Rollstuhlbenutzer

Planungsgrundlagen für Wohnungen, in denen Menschen mit schwersten Behinderungen, z.B. Benutzer von Elektro-Rollstühlen, weitgehend von fremder Hilfe unabhängig leben können, sind in DIN 18025 Teil 1 enthalten.
In der Norm sind keine Raumgrößen enthalten. Es sind Bewegungsflächen ausgewiesen, die den erforder­lichen Platzbedarf definieren. Die Regeln gelten für Nutzer, die möglicherweise auch im Oberkörper maß­geblich eingeschränkt sind. Insbesondere sind in den Anforderungen Elektro-Rollstühle bzgl. ihrer Größe und ihrem Gewicht berücksichtigt worden.

Die wichtigsten Grundsätze:

  • In jedem Raum muss eine freie Bewegungsfläche von 150 cm x 150 cm zur Verfügung stehen. Die Bewegungsflächen dürfen nicht durch hervorspringende Teile, Mauervorsprünge, Rohrleitungen etc. in ihrer Funktion eingeschränkt werden. Mehrere zusammenstoßende Bewegungsflächen dürfen sich jedoch überlagern.
  • Flure: Die Bewegungsfläche zwischen Wänden innerhalb der Wohnung und neben Bedienungsvorrich­tungen muss 120 cm breit sein (außerhalb der Wohnung 150 cm). Bei Richtungsänderungen werden 150 x 150 cm benötigt. Ein Rollstuhlabstellplatz im Eingangsbereich (mind. 190 cm x 150 cm) ist vorzusehen, belüftbar, beheizbar, zum Aufladen einer Batterie mit säurefestem Wand- ­und Bodenbelag ausgestattet.
  • Sanitärraum: siehe Bad, Küche und Hausarbeitsraum ? "Barrierefreies Bad".
  • Schlafraum: Bewegungsfläche vor dem Bett des Rollstuhlbenutzers 150 cm, vor dem Bett des Nicht- ­Rollstuhlbenutzers 120 cm, vor offenen Regalen und Ablagen 120 cm breit, auf Wendemöglichkeiten achten!
  • Wohnräume und andere Aufenthaltsräume: Bewegungsfläche vor Schränken 150 cm, vor offenen Rega­len und Ablagen 120 cm breit, auf Wendemöglichkeiten achten (150 x 150 cm)!
  • Freisitz (Balkon, Loggia): mind. 4,5 m2 groß mit einer freien Bewegungsfläche von 150 cm x 150 cm, Brüstungen ab 60 cm Höhe durchsichtig.
  • Bedienungselemente (z.B. Türdrücker, Schalter usw.) für Rollstuhlfahrer leicht erreichbar (ca. 85 cm hoch, mit seitlichem Abstand zu Wänden und Einrichtungen von 50 cm) anbringen.
  • Heizung: ganzjährig auf 24 °C Raumtemperatur oder höher, Heizkörperventile in einer Höhe von 40 cm bis 85 cm.
  • Fernmeldeanlagen: Fernsprechanschluss, Türsprechanlage.
  • Briefkasten und Müllsammler in sitzender Position erreichbar, auf Wendemöglichkeit achten!

Für die behindertengerechte Ausstattung bzw. die Anpassung einer Wohnung an die Bedürfnisse eines Be­hinderten können öffentliche Fördermittel (Hilfen für schwerbehinderte Menschen) beansprucht werden.

Barrierefreie Zugänge

Barrierefreie Wohnungen sollten von allen Menschen, auch von Rollstuhlbenutzern und Menschen mit anderen Behinderungen selbständig betreten, befahren und weitgehend ohne fremde Hilfe benutzt werden können. Planungsgrundlagen sind in DIN 18025 Teil 1 und Teil 2 enthalten.

Die wichtigsten Grundsätze:

  • Alle Räume müssen stufenlos und schwellenfrei zugänglich sein, ggf. mit einem Aufzug oder über eine Rampe.
  • Für Rollstuhlbenutzer muss in jedem Raum eine freie Bewegungsfläche von 150 cm x 150 cm zur Verfü­gung stehen.
  • Flure und Wege sollten innerhalb der Wohnung mind. 120 cm, außerhalb 150 cm breit sein. Bei Rich­tungsänderung auf Wendemöglichkeit achten!
  • Aufzug: Kabine mind. 110 cm breit, 140 cm tief, kraftbetätigte Aufzugstür (mit berührungsloser Tür­schließüberwachung) mind. 90 cm breit, Bedienungstableaus in 85 cm Höhe (Abstand von der Ecke: 50 cm) mit ertastbarer, gut lesbarer Schrift, beidseitig daneben Handläufe 85 cm hoch, ein Spiegel der Tür gegenüberliegend. Vor dem Aufzug ausreichend Bewegungsfläche vorsehen! Kein Treppen-abgang im Türbereich! Lifte sind als Treppenlifte, auch zum nachträglichen Einbau, für gerade, gewendelte Treppen, über eine oder mehrere Etagen, für den Innen- ­und Außenbereich lieferbar.
  • Rampen: max. Steigung von 6 %, max. Länge 600 cm, am Anfang und am Ende ein Podest (150 cm x 150 cm), Rampen beidseitig mit 10 cm hohen Radabweisern und Handlauf in 85 cm Höhe, freie Breite dazwischen mind. 120 cm.
  • Türen: lichte Durchgangsbreite 90 cm, mit ausreichend Bewegungsflächen davor und dahinter, Haus­und Wohnungseingangstüren mit Türspion, Türschilder mit ertastbarer, gut lesbarer Schrift, Klingelanlage und Türöffneranlage in Kombination mit Türsprechanlage, ggf. mechanische Türschließ- ­und -öffnungshilfen.
  • PKW-Stellplätze: entlang der Einstiegsseite ist eine 150 cm tiefe Bewegungsfläche vorzusehen.

Quelle: aktion-pro-eigenheim.de; Text und Bild: IWO